71 Wenn du die Wahl hast, dann

Wolfgang erahnt die Bedeutung des Briefes … und erstarrt. Der Sechzehnjährige bleibt trotz der verzweifelten Ausweglosigkeit, mit der er ab heute konfrontiert ist, Vorbild für seine jüngeren Freunde. Der Vater lehrte ihn, zwischen erzwungener Pflicht und Freiheit zu wählen. Ihm bleibt nur sofortiges Handeln, denn morgen ist es zu spät. Wer ist Einundsiebzig, eine geheimnisvolle Macht? Verursacht sie Veränderungen in Wolfgang und den Anderen?

 Zwischen ausgebombten Häusern und der Natur des Stadtrandes überstehen er, und seine Freunde Herausforderungen in Ruinen, und den Fluten des Teltowkanals, in denen Gefahr und Bedrohung lauern. In der Freundesgruppe wächst die Entschlossenheit. Mit Begeisterung und Humor stürzen sie sich in das Abenteuer des Neubeginns. So entsteht zwischen Luftbrücke und Schwarzmarkthandel neue Existenz aus Ruinen. Lernen für die Selbständigkeit, ist das Ziel, ihres aus der Not geborenen Vereins. Seine Mitglieder feuern sich gegenseitig an, neue Projekte ins Leben zu rufen, und sich von der Einengung überlieferter Erstarrungen zu befreien.
Unerwartet taucht der Mann im grauen Anzug auf, mit der Absicht, ihr bahnbrechendes Vorhaben zu vereiteln.

Heldenmütige Trümmerfrauen bei ihrer halsbrecherischen Arbeit und diese Berliner Jungen haben bedeutenden Anteil an dem vorliegenden, packenden historischen Roman aus dem Nachkriegsberlin von 1948.